Abnehmen durch Ernährungsumstellung

Ich werde oft gefragt, wie ich mich ernähre, wie man seine Ernährung am besten umstellt, um gesund abzunehmen und was denn jetzt eigentlich überhaupt noch gesund ist. Wenn ihr diese Frage zehn verschiedenen Leuten stellt, werdet ihr vermutlich drölf verschiedene Antworten bekommen und am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, was er für richtig hält.

Schritt für Schritt zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung

Ich habe mit der Zeit einiges an Erfahrungen und Wissen gesammelt und für euch mal zusammengefasst, wie man seine Ernährung langfristig umstellt um abzunehmen oder einfach gesünder zu leben. Denkt aber daran, dass an erster Stelle immer stehen sollte, das Leben zu genießen!

1. Du musst es wollen!

Das ist eigentlich der wichtigste Punkt überhaupt. Du musst das aus irgendeinem Grund wirklich wollen! Wenn dich irgendjemand dazu überredet, ob das Eltern, Freunde oder Ärzte sind, dann wird es dir höchstwahrscheinlich sehr schwer fallen und über lang oder kurz schief gehen. Überlege dir, warum du deine Ernährung umstellen willst: Möchtest du abnehmen, fühlst du dich unwohl, möchtest du es aus gesundheitlichen Gründen machen, einfach fitter werden? Was willst du erreichen? Wie sieht deine aktuelle Ernährung aus und in wieweit bist du wirklich bereit, diese umzustellen, nicht nur für eine oder zwei Wochen, sondern dauerhaft? Überlege, welche Ernährung wirklich zu dir und deinem Lebensstil passt. Du musst mit deiner Ernährung glücklich sein, vollkommen dahinter stehen und es gerne machen – sonst kannst du es anstatt Ernährungsumstellung Diät nennen und dann ist es vorprogrammiert, dass das nicht lange anhält, du schlechte Laune bekommst, es früher oder später hinschmeißt und dich höchstwahrscheinlich mit dem Jojo-Effekt herumschlagen musst.

2. Entwickle ein Gefühl für gesunde Ernährung

Setze dich mit deiner Ernährung und vor allem mit Nahrungsmitteln auseinander, mach dir bewusst, dass du jedes Mal wenn du etwas isst, die Möglichkeit hast, deinem Körper etwas Gutes zu tun. Stell dir vor, du tankst in dein Auto, was dazu konzipiert wurde mit Super zu fahren, Normalbenzin – der Motor arbeitet dadurch schlechter, dein Auto verliert an Leistung und hat vermutlich auch eine geringere Lebenserwartung. Genauso verhält es sich mit unserem Körper und gesundem oder ungesundem Essen.

Wenn du dich gesund und ausgewogen ernährst, fühlst du dich fitter, gesünder, aktiver, bist leistungsfähiger, weniger krankheitsanfällig und fühlst dich in deinem Körper wohl. Umgekehrt ist es mit ungesunder Ernährung natürlich genauso, du bist vielleicht oft müde, schlapp, wirst oft krank, fühlst dich unwohl, etc.

Du musst ein Gefühl dafür entwickeln, was deinem Körper gut tut und was nicht. Ich höre so oft von Leuten „Ich esse jetzt wasauchimmer, das ist ja garnicht sooo ungesund!“ – ich finde, das ist absolut der falsche Ansatz – wir sollten danach entscheiden, wie GUT ein Nahrungsmittel für uns ist, und nicht wie WENIG SCHLECHT! Weil wenig schlecht heißt eben noch lange nicht gut, und wir haben nur dieses eine Leben und den einen Körper, auf den wir hören und aufpassen sollten.

3. Ersetze ungesunde Nahrungsmittel durch gesunde Nahrungsmittel

Ersetze nach und nach Lebensmittel aus deiner alten Ernnährung durch andere, gesündere Lebensmittel. Eine Ernährungsumstellung ist ein Prozess, der in deinem Kopf ankommen muss. Du musst es wollen und Spaß daran haben. Deshalb stell deine Ernährung ruhig langsam um, das muss nicht von heute auf morgen passieren! Streiche nicht einfach Nahrungsmittel oder Dinge, die du gerne gerne isst, aus deinem Ernährungsplan, sondern ersetze sie durch leckere gesunde Sachen! Mit ein bisschen Motivation ist das wirklich garnicht schwer und man muss auf nichts verzichten, wenn man sich gute Alternativen sucht. Egal, ob es Pizza, Spaghetti Bolognese oder Kuchen ist – das alles kann man auch in wahnsinnig leckerer, gesunder Form zubereiten, du musst es nur wollen 😉

Der Mensch gewöhnt sich an eine Ernährung, an viel Zucker, Fett, Fastfood, etc. ähnlich wie es mit Zigaretten ist. Deshalb gib deinem Körper Zeit, sich an deine neue Ernährung zu gewöhnen und langsam alte, „schlechte“ Gewohnheiten durch neue gute bzw. gesunde Gewohnheiten zu ersetzen. Gib „neuen“ Lebensmitteln eine Chance! Oft ist das Mögen oder Nicht-mögen nicht nur eine Sache von Geschmack, sondern es hat auch einiges mit Gewohnheit zu tun. Wenn du Zucker eine Zeit lang aus deiner Ernährung streichst, wirst du zum Beispiel nach einer Weile feststellen, dass dir gekaufte Schokoriegel oder ähnliches viel zu süß sind! Wenn wir Geschmacksverstärker und ähnliche Sachen weglassen, verändern sich auch unsere Geschmacksknospen, sie werden feiner, man nimmt wieder den „echten“ Geschmack von Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse wahr.

Du kannst entweder einfach Woche für Woche mehr Lebensmittel ersetzen, das heißt du könntest zum Beispiel damit anfangen, normale Nudeln durch Vollkornnudeln zu ersetzen oder dir statt Toastbrot mit Nutella morgens ein gesundes Müsli machen!
Eine andere Möglichkeit ist, dass du dir für den Anfang einen Tag in der Woche aussuchst, an dem du dich komplett gesund ernährst. Irgendwann wirst du merken, dass du dich an dem einen Tag viel fitter fühlst, als an den anderen Tagen – dann kannst du einen zweiten gesunden Tag pro Woche dazunehmen und das immer steigern. Nach einer Weile wirst du dich vermutlich sogar auf die gesunden Tage freuen, weil du dich einfach viel fitter fühlst 🙂

4. Was ist denn jetzt eigentlich gesund?

Grundsätzlich solltest du darauf achten „echte“ Nahrung zu essen. Damit meine ich frisches Obst, Gemüse, Nüsse und Getreide in möglichst unverarbeiteter Form, ohne Geschmacksverstärker-Gedöns, Chemie, und so weiter. Lass die Fertigprodukte im Kühlregal stehen und mach dir lieber selbst was Leckeres – da weißt du genau was drin ist und was du da zu dir nimmst. Du solltest dich ausgewogen ernähren, das heißt eine gesunde Kombination aus Kohlenhydraten, guten Fetten und Proteinen. Diese drei Komponenten sind wichtige Makronährstoffe für den Körper und du solltest keine davon einfach aus deiner Ernährung streichen.

Wichtig ist nur die richtige Verteilung dieser Makronährstoffe. Als ungefähren Richtwert kann man sagen, dass man ca 1g Fett pro Kg Körpergewicht am Tag zu sich nehmen sollte, je nachdem ob oder was für einen Sport man betreibt um die 2g Protein pro Kg Körpergewicht und der Rest der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen (wenn man eine bestimmte Ernährungsweise wie zum Beispiel High Carb Low Fat anstrebt, verteilt sich das natürlich anders, das ist aber ein eigenes Thema für sich, ich gehe jetzt hier von einer ganz normalen, ausgewogenen Ernährung aus).

Kohlenhydrate werden so oft verteufelt und als „Dickmacher“ hingestellt – das ist völliger Schwachsinn! Kohlenhydrate sind unsere besten Freunde und die nähen auch nachts keine Klamotten enger 😀 du musst nur darauf achten, die RICHTIGEN Kohlenhydrate zu essen! Das heißt „langkettige“ statt „kurzkettige“ Kohlenhydrate. Ersetze Weißmehlprodukte (Nudeln, Brot, Brötchen, Gries, etc.) durch Vollkornprodukte (am besten Dinkelvollkorn, Weizen ist generell eher suboptimal), die enthalten mehr Nährstoffe und sie machen viel länger satt! Auch Kartoffeln, (am besten Natur-)Reis, Quinoa, Bulgur, Haferflocken und Dinkelflocken sind super gesunde, wertvolle Kohlenhydratquellen.

Gute Proteinquellen sind zum Beispiel Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen,..) Tofu und falls du dich nicht vegan oder vegetarisch ernährst natürlich auch Eier, Fisch und Fleisch.

Gesunde, gute Fette sind vor allem enthalten in Nüssen, Samen & Kernen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Leinsamen,..), Avocado und Fisch. Auch bei Öl sollte man unbedingt darauf achten, ein hochwertiges Öl zu verwenden! Die Meinungen darüber, welche Öle jetzt gut sind und welche nicht, gehen sehr auseinander. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass kaltgepresste, „native“ Öle (zB. natives Ölivenöl, Sonnenblumenkernöl, Leinöl, Kürbiskernöl, Walnussöl,..) die meisten Nährstoffe enthalten – allerdings sind die meisten nativen Öle nicht sehr hitzebeständig, weshalb sie auf keinen Fall zum heiß Braten verwendet werden sollten. Dazu eignen sich raffinierte Öle (zB raffiniertes Rapsöl, raffiniertes Olivenöl,..) besser, diese enthalten zwar weniger Nährstoffe, dafür werden sie aber nicht schädlich, wenn man sie beim Braten erhitzt. Eine gute Alternative ist finde ich noch Kokosöl – das ist von Natur aus schon sehr hitzebeständig und eignet sich deshalb auch zum Braten.

Du solltest außerdem versuchen, nach und nach den (weißen) Zucker aus deiner Ernährung zu verbannen. Verwende stattdessen lieber Alternativen wie Agavendicksaft, Honig, Kokosblütenzucker, Stevia, Xucker, etc. – es gibt soviele leckere Süßungsmittel, die den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen und uns nicht „süchtig“ machen. Oft reicht auch schon reifes Obst, um zum Beispiel dein Frühstück süßer zu machen. Süßstoff ist hier übrigens nicht das Mittel der Wahl – der hat zwar keine Kalorien, ist aber trotzdem alles andere als gesund.

5. Reduziere Milchprodukte

Seit wir denken können, wird uns von den Medien, von den Eltern und von Oma und Opa vermittelt, dass Milch gesund ist, dass wir sie unbedingt zu uns nehmen müssen, weil das darin enthaltene Calcium so gut und wichtig für unsere Knochen sei, blaaablabla – das ist eine der größten Lügen, die die Medien je verbreitet haben! Die Menschen sind die einzige Spezies, die Muttermilch von anderen Lebewesen trinkt. Und das in rauen Mengen. Denkt mal kurz darüber nach, wie krank das eigentlich ist.

Von den ethischen Gründen aber mal abgesehen, ist die Milch, die wir im Supermarkt so zu kaufen kriegen, vollgepumpt mit Medikamenten, Antibiotika und Hormonen, daraus resultieren bei uns Menschen oft Antibiotikaresistenzen, Unverträglichkeiten, Allergien und besonders oft auch schlechte Haut (Hautunreinheiten). Neben dem vom Menschen zur Milch hinzugefügten Unfug enthält Milch aber auch ganz natürliche Wachstumshormone – schließlich ist die Milch eigentlich dazu da, kleine Kälbchen in möglichst kurzer Zeit möglichst schnell wachsen zu lassen. Die Wachstumshormone können aber leider nicht zwischen Kälbchen und Mensch unterscheiden, weshalb beim Konsum von Milch auch unsere Zellen den Befehl bekommen „Los, wachs! Und zwar schnell!“ – das kann einer von vielen Gründen sein, warum Menschen die versuchen abzunehmen, es einfach nicht schaffen, weil sie einfach unglaublich viele Milchprodukte zu sich nehmen (auch Joghurt, Magerquark und das ganze Zeug gehört da dazu!).

Mir ist bewusst, dass es für die meisten Menschen eine riesige Umstellung bzw. Einschränkung darstellt, auf Milchprodukte zu verzichten, weil der Konsum einfach so in unserem Denken verankert ist. Ich ernähre mich selbst auch nicht vegan und esse hin und wieder Milchprodukte, weil ich für manche Sachen einfach bisher keine guten Alternativen gefunden habe. Die meisten Milchprodukte lassen sich aber wirklich leicht ersetzen, es gibt soviele wahnsinnig leckere und gesunde Alternativen – probier doch einfach mal aus, ob du dich mit ein Paar davon vielleicht anfreunden und deinen Konsum an Milchprodukten so etwas einschränken kannst!

Der menschliche Körper ist übrigens von Natur aus auch überhaupt nicht so konzipiert, dass er Milchprodukte verarbeiten kann. Die Enzyme, die im menschlichen Körper für das Verdauen von (Mutter-)Milch verantwortlich sind, sind nur im Babyalter aktiv, danach schwächt die Aktivität der Enzyme immer mehr ab, so dass der Körper im Normalfall danach garnicht mehr in der Lage ist, Milch richtig zu verarbeiten. Die Menschen, die laktoseintolerant sind, (und das sind ca 70% aller Menschen) sind also eigentlich völlig normal!

6. Essen planen und vorbereiten

Um dich an deine neue Ernährung zu gewöhnen und sicherzugehen, dass dir der Alltag, stressige Tage, die Schule oder der Job nicht regelmäßig einen Strich durch die Rechnung machen, solltest du dein Essen am besten eine Woche im Voraus grob planen. Ich habe einen kostenlosen Blanko-Essensplan erstellt, den du dir hier runterladen und dann ganz einfach deine Mahlzeiten für die kommende Woche planen kannst. Das ist nicht nur super, weil du dir nicht ständig Gedanken darüber machen musst, was du als nächstes isst, sondern du kannst damit auch deinen wöchentlichen Einkauf viel besser planen.

Um dich ungefähr an deinen Plan halten zu können und „ungesunden Versuchungen“ im Alltag leichter zu widerstehen, solltest du dir dein Essen für ein oder zwei Tage im Voraus vorbereiten – zumindest wenn du weißt, dass du morgens nicht viel Zeit hast, den Mittag im Büro verbringst, oder ähnliches. Wenn du es richtig anstellst, kannst du dabei auch noch super viel Zeit sparen! Plane zum Beispiel dein Abendessen immer so, dass du am nächsten Tag davon noch zu Mittag essen kannst. Es könnte zum Beispiel abends Nudeln mit Tomatensoße geben – dann kochst du einfach die doppelte Menge Nudeln und machst dir aus dem Rest für den nächsten Mittag einen leckeren, gesunden Nudelsalat!

Baue auch kleine, gesunde Snacks in deinen Essensplan ein (wie zum Beispiel eine Banane, ein paar Erdbeeren, eine Hand voll Nüsse, einen (gesunden!) Riegel, etc. – so hast du immer genug Essen dabei, dass dich kein spontaner Hungeranfall in die nächste Bäckerei rennen lässt 🙂

7. Genug trinken

Blablabla, du kannst es bestimmt schon garnicht mehr hören – aber genug trinken ist wirklich wichtig!

Der Körper braucht Wasser für verschiedene Stoffwechselvorgänge, um Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und außerdem wird durch das Trinken von Wasser der Energiebedarf des Körpers erhöht – kurz gesagt, der ganze Körper „funktioniert“ einfach besser, wenn er immer ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist. Aus diesen Gründen nimmt man auch leichter ab, wenn man genug Wasser trinkt.

Du solltest am Tag mindestens 1,5l Wasser trinken, besser 2 – 3l (besonders, wenn du Sport machst). Und ja, Wasser. Kein Kaffee, keine Cola light, keine Fanta, keine Energydrinks. Natürlich kannst du Kaffee trinken, aber der zählt eben nicht zu den 2-3l dazu 😉

8. Cheatdays

Cheatdays (oder Ladetage, Fresstage, wie auch immer) sind eigentlich dazu da, um den Stoffwechsel in einer Diät daran zu hindern, runterzufahren. Man isst dann an einem Tag viel mehr als an den restlichen Tagen, damit sich der Körper nicht auf eine bestimmte Menge an Kalorien einstellen kann und nicht aufhört, aktiv Fett zu verbrennen.

Da ich generell nichts von Diäten halte und es hier auch nicht um kurzfristiges Abnehmen, sondern um eine dauerhafte Ernährungsumstellung geht, ist ein „Cheatday“ in dieser Form hier auch völlig fehl am Platz! Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass es einem gerade am Anfang der Umstellung leichter fällt, eine Zeit lang durchzuhalten, wenn man sich einen Tag in der Woche aussucht, an dem man sich speziell mal etwas gönnt, was man sonst eher nicht essen würde.

Das heißt nicht, dass man an dem Tag alles was geht in sich reinschaufelt (das wäre absolut kontraproduktiv), sondern dass man zum Beispiel morgens und mittags normal gesund isst, aber abends mal mit Freunden eine Pizza essen geht, oder ein Eis, oder eben mal Schokolade oder Chips isst, wenn man wirklich Lust darauf hat! Dabei musst du aber für dich selbst rausfinden, was für dich am besten funktioniert. Fällt es dir leichter, dir immer mal wieder zwischendurch etwas zu „gönnen“ (das fällt mir persönlich zum Beispiel schwerer) und die restliche Zeit gesund zu essen, oder fällt es dir leichter, dir von vorneherein einen Tag auszusuchen, an dem du dir mal etwas Ungesundes gönnst? Finde raus, was für dich am besten ist, was am besten in dein Leben passt und womit du am glücklichsten bist – und dann zieh es durch! 🙂

9. Kalorien zählen?

Wenn du gerade erst damit angefangen hast, dich mit Nahrungsmitteln und speziell mit gesunder Ernährung auseinander zu setzen, dann kann es am Anfang hilfreich sein, mal deinen Kalorienbedarf auszurechnen (vorsicht, manche Apps die es zu dem Thema gibt, geben eine viel zu niedrige Kalorienanzahl vor!) und eine Zeit lang Kalorien zu zählen – einfach, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was du da eigentlich zu dir nimmst und welche Lebensmittel dir wieviel Energie liefern.

Auf Dauer würde ich Kalorienzählen allerdings nicht jedem empfehlen. Viele verlieren dabei den Spaß am Essen, denken nur noch an Zahlen, ob man dies oder jenes jetzt noch essen darf, ob die Kalorien noch für ein leckeres Abendessen reichen, ob man jetzt zunimmt, wenn man 5 Kcal zuviel gegessen hat – das kann eine gravierende Einschränkung der Lebensqualität bedeuten. Wenn man allerdings gerade im Bereich Kraftsport/Bodybuilding mehr erreichen will, ist es durchaus sinnvoll und hilfreich, Kalorien und Makronährstoffe zu zählen, um effektiv Muskeln auf- und Fett abzubauen.

Für jemanden, der aber einfach nur nebenbei ein bisschen Sport macht und allgemein gesund und fit sein möchte, ist das Kalorienzählen nicht zwingend notwendig. Hör auf deinen Körper und iss richtige „echte“ Nahrungsmittel, dann brauchst du auch keine Kalorien zählen und dich von einer blöden Zahl verrückt machen lassen!

10. Die Waage

kannst du aus dem Fenster schmeißen! Mach alle ein bis zwei Wochen Fotos von dir selbst, am besten immer bei gleichem Licht und in den gleichen Klamotten. Wenn du dir nach ein paar Wochen die Fotos wieder anschaust, wirst du überrascht über den Unterschied sein, der dir ansonsten garnicht aufgefallen wäre! Als zweite Option kannst du noch ein Maßband zur Hilfe nehmen, wenn du möchtest, aber vergiss die Zahl auf der Waage! Muskeln sind viel schwerer als Fett, es kann also sogar sein, dass wenn du anfängst, Sport zu machen, dein Gewicht auf der Waage mehr wird, obwohl du eigentlich Fett abgebaut hast und viel schlanker und trainierter aussiehst! Und selbst wenn man das weiß, fällt es oft schwer, eine größere Zahl auf der Waage zu akzeptieren, ich kenne das sehr gut. Deshalb: Weg mit der Waage, lass dich von dem Miststück nicht beeinflussen, das macht nur unglücklich und paranoid!

11. Ernährung umstellen mit Programmen wie Size Zero, SWK & Co

Size Zero, Stoffwechselkur, Almased ..was ich davon halte? Nichts! Nichtsnichtsnicht, absolut garnichts! Bitte wirklich, tut euch das nicht an!

Grundsätzlich ist erstmal jeder Mensch, jedes Leben und jeder Stoffwechsel unterschiedlich, weshalb ich niemals sagen würde, dass es einen Ernährungsplan gibt, der für alle funktioniert! Gesunde Ernährung ist eigentlich so einfach – du musst dafür keine hunderte von Euros ausgeben!

Abgesehen davon sind bei diesen Programmen meistens die Kalorienmengen erschreckend niedrig, oft ist es auch noch Low Carb. Klar, damit nimmst du erstmal schnell ab – wen wunderts bei der Kalorienzahl?! Darum geht es diesen Programmen, um schnelles Abnehmen und ein beeindruckendes „Vorher-Nachher-Foto“. Damit lässt sich ein Programm nämlich hervorragend vermarkten und verkaufen. Dass du danach aber auch genauso schnell wieder zunimmst, weil keine dieser „Ernährungsweisen“ so ist, dass man sie dauerhaft beibehalten kann, ohne krank oder depressiv zu werden, das erzählt dir keiner.

So viele junge Mädels stehen nach so einem Ernährungsprogramm da, und wissen überhaupt nicht mehr, was sie jetzt eigentlich noch essen können und sollen, und sobald sie wieder anfangen „normal“ zu essen, werden sie zwangläufig erstmal zunehmen, weil der Stoffwechsel durch die Diät so runtergewirtschaftet wurde und sich der Körper erst wieder an eine normale Ernährung gewöhnen muss. Nicht selten endet das auch in einer Essstörung, aus der es wirklich schwer ist, wieder rauszukommen. Geh lieber den etwas längeren Weg, damit schaffst du es dann auch langfristig gesund und glücklich abzunehmen und das Gewicht auch dauerhaft zu halten!

Passt auf euch auf und schreibt mir eine Mail oder einen Kommentar, wenn ihr Fragen habt oder Hilfe braucht! :*

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6 Comments

  1. Huhu meine Liebe!

    Wie bei Instagram schon geschrieben, finde ich das Thema unheimlich spannend und hab mir deinen super ausführlichen und super klasse Post durchgelesen! Danke für diese tollen Tipps und Tricks! Ich bin auch ein bisschen dabei, mich bewusster und gesünder zu ernähren, obwohl ich auf Schokolade wohl nie verzichten könnte. Aber das sprichst du ja mit den Cheatdays an! 😉 Man sollte nicht auf alles verzichten, sondern einfach bewusster essen! Mein Fehler ist nur noch, dass ich mich täglich auf die Waage stelle und auf Erfolge warte, obwohl ich es genauso an meinen Hosen merke, dass sie besser sitzen und ich auch wieder ne Nummer kleiner tragen kann. Aber trotzdem brauch ich diese Bestätigung in Zahlen, doof ne!? 🙁 Danke auch für den Tipp, dass man das Essen planen und vorbereiten soll – das kostet zwar ein wenig Organisation aber ich glaube, dass das wirklich hilft. Also vielen vielen Dank für deine Worte und deine ausführlichen Beschreibungen! Mir hat der Post wirklich weitergeholfen und ich versuche mich daran langzuhangeln zu einem bewussteren Essen und fitteren Leben! Danke, danke, danke!! 🙂

    Hab noch einen tollen Feiertag und ein super schönes und sonniges Wochenende!
    Ganz liebe Grüße
    Anna

    • Kim Reply

      Hi Anna 🙂

      Freut mich sehr, dass dir der Post gefällt und für dich was Nützliches dabei war 🙂 ich kenn das Problem mit der Waage nur zu gut – ich hab auch Ewigkeiten gebraucht, bis mir diese Zahl wirklich egal war. Ich hab das auch erst geschafft, als ich in eine eigene Wohnung gezogen bin und mir einfach keine Waage mehr angeschafft habe. Aber wenn man mit der Familie zusammen wohnt, kann man natürlich auch schlecht sagen „so Freunde, falls einer die Waage sucht – die ist im Müll!“ 😀 versuch es wirklich mal mit Fotos, wenn du darauf siehst, dass du wirklich Fortschritte machst, dann wird der Stellenwert der Waage von alleine immer kleiner.
      Hab einen schönen sonnigen Tag und viel Erfolg bei deiner Ernährungsumstellung, ich bin sicher, du kriegst das super hin! :*

  2. Hallo, ich finde deine Seite super spannend und ich habe mir auch schon viele Tipps und Tricks bei dir abgeguckt. Aaaber ich bräuchte eventuell deine Hilfe beim erstellen eines Essensplans. Und da du ja erfahrung damit hast, könntest du mir eventuell dabei helfen ? LG Alexandra

  3. Hi Kim,

    ich finde deinen Artikel sehr informativ und freue mich auf weitere Beiträge mit nützlichen Infos!

    Ich persönlich mache auch gerade eine Ernährungsumstellung und bin damit sehr zufrieden.

    Habe mir über dieses Thema sehr viele Infos online besorgt und dann mit einem Profi zusammen einen Plan erstellt.

    Alles ist, wenn man weiß wie, sehr leicht umsetzbar und man braucht auch nicht zu hungern.

    Ich habe bereits sehr gute Erfolge erzielt.

    Viele Grüße

    Maximilian

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